Archiv der Kategorie: Geschichte

Putz- und Gedenk-Aktion an Stolpersteinen

Die Stolpersteingruppe Pankow und der Freundeskreis Berlin Pankow–Ashkelon e.V. rufen auf zur Putz- und Gedenk-Aktion an Stolpersteinen in Alt-Pankow und Niederschönhausen.

Samstag, 20. Mai 2017, 11:00 Uhr

Gruppe 1
Treffpunkt: Friedenskirche Niederschönhausen
Dietzgenstraße – Eichenstraße – Treskowstraße
(12 Stolpersteine)

Gruppe 2
Treffpunkt: Kirche Alt-Pankow
Breite Straße – Heinrich-Mann-Straße – Schulzestraße – Kreuzstraße – Görschstraße
(14 Stolpersteine)

Gruppe 3
Treffpunkt: Garbátyplatz
Florastraße – Mühlenstraße – Berliner Straße – Binzstraße – Borkumstraße – Miltenberger Weg
(14 Stolpersteine)

Gruppe 4
Treffpunkt: Brotfabrik/Prenzlauer Promenade
Prenzlauer Promenade, Thulestraße, Hallandstraße, Westerlandstraße, Maximilianstraße
(15 Stolpersteine)

Im Anschluss – ab ca. 12:30 Uhr – gibt es die Möglichkeit zu Rückfragen und Gespräch in Milchmanns Kaffeehaus (Berliner Straße 119).

Spaziergang durch das jüdische Pankow mit »Kenny«

In Kooperation mit dem Freundeskreis hat »Kenny« eine Tour durch das jüdische Pankow für seine App erstellt. Die Route führt über mehrere Stationen vom Bleichröder-Park über den Garbáty-Platz und die Synagoge Rykestraße zum Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee. Neben einem Routenplaner bietet die App auch detaillierte Informationen zu den einzelnen Stationen.

Die App ist kostenlos und für iPhone/iPad und Android erhältlich.

Weitere Informationen:

Für die App: © Kenny Travel Media GmbH – Kartographie © OpenStreetMap-Mitwirkende

Einladung: Präsentation des Videoarchivs »Sprechen trotz allem« mit Eva Erben

Das Videoarchiv »Sprechen trotz allem« sammelt Interviews mit Überlebenden der nationalsozialistischen Verfolgung. So entstand auch ein Interview mit Eva Erben aus Ashkelon.

Am 5. Juni 2015 um 19:30 Uhr präsentiert Christoph Schönborn, ehemaliger wissenschaftlicher Mitarbeiter, gemeinsam mit Eva Erben das Videoarchiv. Der Freundeskreis lädt seine Mitglieder und alle Interessent*innen zu dieser Präsentation in das Stadtteilzentrum Pankow, Schönholzer Straße 10, ein.

Das Videoarchiv wird von der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas bereitgestellt und betreut. Die systematische Aufzeichnung der Lebensgeschichten begann 2009. Seitdem sind über siebzig mehrstündige Interviews durchgeführt worden.

Eva Erben, geboren am 24. Oktober 1930 im böhmischen Děčín (Tetschen), trat als 12-jähriges Mädchen in der Kinderoper »Brundibár« im Ghettolager Theresienstadt auf. Aus der Geschichte über den Triumph des Guten über das Böse schöpfte sie Hoffnung. Nach dem Krieg machte sie sich das Gedenken an die Kinder in Theresienstadt zur Aufgabe. Sie hat ihre Erinnerungen in dem Buch »Fluchten. Wie ein junges Mädchen den Holocaust überlebte« niedergeschrieben.

Eva Erben war 2014 in Pankow und hat sich dort im Goldenen Buch des Bezirks eingetragen.

Präsentation des Videoarchivs »Sprechen trotz allem« der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas mit der Ashkelonerin Eva Erben
5. Juni 2015, 19:30 Uhr
Stadtteilzentrum Pankow
Schönholzer Straße 10
13187 Berlin

Sally Perel zu Gast in Pankow

Am 7. Januar 2015 fand eine gemeinsame Veranstaltung mit der Friedrich-Naumann-Stiftung und dem Bürgerverein »Für Pankow« e.V. statt. Der »Hitlerjunge Salomon« Sally Perel war zu Gast im Pankower Waisenhaus. Vor über 350 ZuhörerInnen erzählt er aus seinem bewegten Leben und wie er des Holocaust überlebt hat. Sein Schicksal wurde 1990 verfilmt, Frau Agnieszka Holland führte Regie bei dem Film »Hitlerjunge Salomon«, sein Buch erschien bereits 1992 auf deutsch. Die Vorstandsvorsitzende des Vereins Ines Koenen hielt ein Grußwort.

Stolpersteine für Therese und Max Oppenheimer

Am 7. August 2014 wurden von Gunter Demnig in der Pankower Breiten Straße 29b Stolpersteine für Therese und Max Oppenheimer verlegt.

Therese und Max Oppenheimer wohnten in der Breite Straße 31 (heute 29b). 1936 mussten sie unter Zwang das Haus räumen. Dr. Max Oppenheimer verstarb 1941 in Berlin, seine Frau wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort 1944 ermordet.

Amnon Carmi, Gunter Demnig und Yehida Chelouche

An der bewegenden Zeremonie nahmen die Enkel des Ehepaars Oppenheimer – Yehida Chelouche und Amnon Carmi, hier im Bild mit Gunter Demnig – teil.

Stolpersteine für Therese und Max Oppenheimer

Im Anschluss wurden vom Künstler weitere Stolpersteine für Irma Schwarz in der Kreuzstraße 13, Dora Herschander, Sander und Zelba Bengis in der Berliner Straße 26 sowie Conrad und Frieda Danziger und Emil Leyser in der Westerlandstraße 16 verlegt.

Die Verlegung der Stolpersteine wurde durch die Stolpersteingruppe Pankow, die GESOBAU und den Bezirk Pankow unterstützt.

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