Round Table zu Städtepartnerschafts­projekten in Israel

Vom 8. bis 11. Dezember 2014 weilten Matthias Köhne, Bezirksbürgermeister von Pankow, Frau Renate Schmidt vom Bezirksamt Pankow und Ines Koenen, Vorsitzende des Freundeskreis Berlin Pankow-Ashkelon zwei Tage in Israel. Dort fand ein Round Table mit insgesamt acht deutschen Partnerstädten und ihren israelischen Twin Cities statt, um gemeinsam über den Bereich Jugendarbeit und -förderung zu sprechen und Erfahrungen und Ideen auszutauschen. Organisiert wurde dieser Runde Tisch vom ULAI (Union of Local Authorities in Israel) in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag. Ziel war es, den Fokus zwischen deutschen und israelischen Städtepartnern auf die Zukunft beider Länder – die Kinder und Jugendlichen – zu lenken.

Workshops und Präsentationen des gemeinsamen Projekts der Städtepartnerschaft Berlin Pankow/Ashkelon ARTCAMP in Tel/Aviv im Art Port
 

Die VertreterInnen der deutschen und die israelischen Städtepartnerschaften tauschten sich in Workshops über Projekte im Bereich der Jugendarbeit aus und besuchten israelische Jugendeinrichtungen. Zu den TeilnehmerInnen des Runden Tisches gehörten die Städte Berlin-Friedrichshain/Kreuzberg, Berlin-Pankow, Dormagen, Düsseldorf, Leipzig, Münster, Recklinghausen und Solingen sowie die dazugehörigen Partnerstädte Kiryat Yam, Ashkelon, Kiryat Ono, Haifa, Herzliya, Rishon LeZion, Akko und Ness Ziona.

Workshops und Präsentationen des gemeinsamen Projekts der Städtepartnerschaft Berlin Pankow/Ashkelon ARTCAMP in Tel/Aviv im Art Port

Treffen mit unseren PartnerInnen aus dem Rathaus und der Stadtverwaltung in Ashkelon

Besuch der Delegation der deutschen Partnerschaftstädte beim Bürgermeister von Akko und Besuch von Jugendbildungseinrichtungen in Akko

Das war das Art Camp 2014

Vom 9. bis 12. September 2014 fand in der Jugendkunstschule Pankow das ART CAMP 2014 statt. 20 junge Menschen aus unterschiedlichen Ländern sind sich in der künstlerischen Werkstätten in einer Woche begegnet, waren gemeinsam künstlerisch aktiv und haben sich ausgetauscht. Von Tag zu Tag lernten sie einander besser kennen, redeten trotz Sprachbarriere.

ART CAMP 2014
 

Die Jugendlichen kamen aus Pankow und aus Kolobrzeg (Polen), einer der beiden Partnerstädte des Bezirks Pankow. Unter Leitung von Künstlern aus Berlin und Israel hatten die Schüler Gelegenheit, verschiedenen Mal- und Zeichentechniken auszuprobieren, gemeinsam Theater zu spielen und in der Bildhauerwerkstatt kreativ zu sein. An den Nachmittagen waren gemeinsame Stadtausflüge geplant. Ein Theaterbesuch, gemeinsames Lagerfeuer und eine geführte Radtour waren die Höhepunkte.

ART CAMP 2014
 

Die israelische Künstlerin Sharon Paz leitete den Workshop Urban Sketching/Zeichnen in der Stadt. Sie zeichnete mit den Schülern im Freien an veschiedenen Orten in Pankow. Aus dem Zeichnungen und Skizzen entstanden dann 14 Ausstellungsblätter in Form von Collagen und Montagen.

ART CAMP 2014
 

Zum Fest an der Panke am 13. und 14. September 2014 waren die Ergebnisse der Werkstattwoche in einer Werkschau auf dem Gelände der Alten Mälzerei zu sehen.

Delegation aus Israelischen Nachbarschaftsheimen in Berlin-Pankow

Vom 11. bis 17. September 2014 weilte auf Initiative unseres Kooperationspartners Freizeithaus Weißensee eine Delegation aus Israelischen Nachbarschaftsheimen in Berlin-Pankow. Die sechs Israelis genossen ein vielseitiges Programm, lernten Berlin von verschiedenen Seiten kennen und waren bei uns auf dem Jubiläumsfest der Städtepartnerschaften an der Alten Mälzerei.

Auf dem Fest an der Alten Mälzerei
Auf dem Fest an der Alten Mälzerei
Jugendliche des Art Camps präsentieren ihre Ergebnisse
Jugendliche des Art Camps präsentieren ihre Ergebnisse

Rundgang über den Jüdischen Friedhof Weißensee

Delegation von Stadt und Stadtverwaltung Ashkelon zu Besuch

Vom 7. bis 11. September 2014 weilten sechs Vertreter/innen der Stadt und Stadtverwaltung Asheklon auf Einladung des Bezirksamtes Pankow in Berlin. Mit dabei waren:

  • Efi Mor, Stellvertretender Bürgermeister
  • Ilana Marcus, Rechtsanwältin und Justiziarin
  • Galit Cohen, Planung und Strategie der Stadtverwaltung
  • Dafna Biton, Jugend und Jugendarbeit
  • Mazal Levi, Sozialamt.
Jüdisches Pankow: vor der Lauder Beth Zion Grundschule an der Synagoge, Rykestrasse. v.l.n.r. Efi Mor, Judith Zinner (Schulleiterin), Mazal Levi
Jüdisches Pankow: vor der Lauder Beth-Zion Grundschule an der Synagoge Rykestrasse.
v.l.n.r. Efi Mor, Judith Zinner (Schulleiterin), Mazal Levi

Sie besuchten die Reichstagskuppel, den Berliner Fernsehturm, das Strassenfest in der Florastrasse in Pankow und der Jüdischen Gemeinde, das Holocaust-Mahnmal sowie das Jüdische Museum. Auf der Sitzung des Gleichstellungsausschusses und der Städtepartnerschaften der BVV verschafften sie sich einen Eindruck über unsere demokratische politische Kultur. Auf dem Festakt des Bezirksamtes erfuhren sie einen warmherzigen Empfang durch engagierte Pankower/Innen und den Botschafter des Staates Israel in Deutschland, Herrn Yakov Hadas-Handelsman.

Dafna Biton auf dem Strassenfest der Jüdischen Gemeinde in der Fasanenstrasse am 7. September 2014
Dafna Biton auf dem Strassenfest der Jüdischen Gemeinde in der Fasanenstrasse am 7. September 2014



Mit freundlicher Unterstützung von TiC
www.tic-berlin.de
Tourist Information Center und Tourismusportal Berlin Prenzlauer Berg, Pankow und Weißensee.

ART CAMP 2014

Vom 9.–14. September 2014 wird in der Jugendkunstschule Pankow das ART CAMP 2014 stattfinden. 20 Jugendliche aus Pankow und aus Kolobrzeg (Polen), einer der beiden Partnerstädte des Bezirks Pankow, können sich begegnen. Unter Leitung von Lev Tochner (Ashkelon) und Berliner Künstlern werden die Jugendlichen an künstlerischen Workshops teilnehmen und sich in verschiedenen Mal- und Zeichentechniken ausprobieren, gemeinsam Theater spielen und in einer Bildhauerwerkstatt kreativ sein.

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Weitere Informationen

Stolpersteine für Therese und Max Oppenheimer

Am 7. August 2014 wurden von Gunter Demnig in der Pankower Breiten Straße 29b Stolpersteine für Therese und Max Oppenheimer verlegt.

Therese und Max Oppenheimer wohnten in der Breite Straße 31 (heute 29b). 1936 mussten sie unter Zwang das Haus räumen. Dr. Max Oppenheimer verstarb 1941 in Berlin, seine Frau wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und dort 1944 ermordet.

Amnon Carmi, Gunter Demnig und Yehida Chelouche

An der bewegenden Zeremonie nahmen die Enkel des Ehepaars Oppenheimer – Yehida Chelouche und Amnon Carmi, hier im Bild mit Gunter Demnig – teil.

Stolpersteine für Therese und Max Oppenheimer

Im Anschluss wurden vom Künstler weitere Stolpersteine für Irma Schwarz in der Kreuzstraße 13, Dora Herschander, Sander und Zelba Bengis in der Berliner Straße 26 sowie Conrad und Frieda Danziger und Emil Leyser in der Westerlandstraße 16 verlegt.

Die Verlegung der Stolpersteine wurde durch die Stolpersteingruppe Pankow, die GESOBAU und den Bezirk Pankow unterstützt.

Weitere Informationen

Veranstaltungen zum 20-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft

Zum 20-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Ashkelon–Pankow im September 2014 erwarten wir zwei Delegationen aus Israel.

Den Beginn macht eine sechsköpfige Delegation von Vertreter/innen der Stadt und der Stadtverwaltung aus Asheklon, die vom 7.–11. September in Berlin sein wird. Folgende Veranstaltungen haben wir geplant:

Montag, 08.09.2014, 10:30 Uhr
Besuch der Reichstagskuppel

Mittwoch, 10.09.2014, 10:00–13:00 Uhr
Stadtspaziergang durch das Jüdische Pankow

Anschließend wird eine Delegation der Ashkeloner Nachbarschaftshäuser in Berlin sein. Wir planen gemeinsam mit unseren Gästen diese Veranstaltungen:

Samstag 13.09.2014, 19:30 Uhr
Filmvorführung »Im Himmel unter der Erde« über den Jüdischen Friedhof Weißensee – mit anschließender Diskussion mit den israelischen Gästen und der Regisseurin Britta Wauer.
Jugendkunstschule, Neue Schönholzer Str. 10

Sonntag 14.09.2014, 10:00–13:00 Uhr
Führung über den Jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee mit Reinhard Männe, 2. Vorsitzender des Fördervereins Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee Berlin; mit Übersetzung ins Hebräische.
Treffpunkt: 09:45 Uhr am Eingang Herbert-Baum-Straße
Für unsere Gäste und die Vereinsmitglieder wird es anschließend ein gemeinsames Essen im Restaurant Sarkes/Gürtelstrasse geben.

Beide Veranstaltungen sind öffentlich und interessierte PankowerInnen sind herzlich eingeladen.

Auskunft zum weiteren Besuchsprogramm der zweiten Ashekloner Delegation erteilt Christoph Lewek (lewek@sozkult.de).

Und schließlich in eigener Sache:

Samstag 13.09.2014, 13:00–18:00 Uhr
Der Freundeskreis Berlin Pankow–Ashkelon e.V. stellt sich auf dem »Fest an der Panke« in der Alten Mälzerei vor.

(Dieser Artikel wurde am 24. August 2014 aktualisiert.)

Einladung zur Mitgliederversammlung des Freundeskreises Pankow-Ashkelon

Zeit: Dienstag, 03.06.2014, 18:30–ca. 21:00 Uhr
Ort: Kleiner Ratssaal im Rathaus Pankow, Breite Strasse 24 A–26

Auf der Tagesordnung stehen:

  • Präsentation unserer Homepage
  • Finanzen
  • Bericht über das Vorbereitungstreffen zur deutsch-israelischen Kommunalkonferenz des deutschen Städtetages
  • Stand der Projekte zum Städtepartnerschaftsjubiläum 12.–14.09.2014
  • Vereinsfahrt nach Israel 2015

Zusätzlich: Arbeit der Stolpersteingruppe in Pankow, Bericht von Herrn Hochhuth

Eva Erben in Pankow

Eva Erben aus Ashkelon wurde 1930 im Sudetenland geboren. Sie überlebte Theresienstadt und Auschwitz-Birkenau und wanderte nach Israel aus. Ihre Erinnerungen wurden in dem Buch »Fluchten. Wie ein junges Mädchen den Holocaust überlebte« veröffentlicht.

Am 30. Januar 2014 besuchte Eva Erben Pankow und trug sich in das Goldene Buch ein.

Eva Erben im Goldenen Buch von Pankow, 2014
Eva Erben im Goldenen Buch von Pankow, 2014

Nachtrag vom 18. Februar 2014: Mehr über Eva Erben und ihr Buch schreibt Ingrid Müller-Mertens in ihrem Bericht über eine Lesung im Centrum Judaicum in der Berliner Umschau.