Archiv der Kategorie: Städtepartnerschaft

Über die Städtepartnerschaft Berlin Pankow–Ashkelon

Informationstafel auf dem Ashkelon-Platz feierlich enthüllt

Am 27. Mai 2026 war es endlich so weit: Die erläuternde Schautafel mit Informationen zur Partnerstadt und 30-jährigen Städtepartnerschaft wurde auf dem ein Jahr zuvor benannten Ashkelon-Platz feierlich eingeweiht.

Damit wurde das langjährige Anliegen des Freundeskreises, für die Städtepartnerschaft mehr Sichtbarkeit und einen Ort zu schaffen, der verbindet und informiert, endlich vollendet. Seit 2020 haben wir uns für die Benennung eines öffentlichen Platzes in zentraler Lage eingesetzt und nach dem terroristischen Angriff der Hamas im Oktober 2023 beschloss die BVV dann mehrheitlich die Benennung der neugestalteten Grünanlage an der Diesterwegstraße in Ashkelon-Platz.

Dem Freundeskreis war es immer wichtig, dass der Name des Platzes mit einer Informationstafel erläutert wird. Gemeinsam mit der Gedenktafelkommission des Bezirkes haben wir uns intensiv an der Formulierung des Textes und der Bilderauswahl beteiligt und konnten eine zweisprachige Information durchsetzen, um auch internationale Gäste einzubinden.

Der stellv. Vorsitzende des Freundeskreises Oskar Lederer betonte in seinem Grußwort:
„Wer eine Städtepartnerschaft mit einer israelischen Stadt pflegt, übernimmt Verantwortung. Verantwortung, Haltung zu zeigen. Verantwortung, Widerspruch zu leisten, wenn Hass laut wird. Verantwortung, den Wert jüdischen Lebens und die Freundschaft zu Israel nicht nur zu beteuern, sondern im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. Genau das tut diese Schautafel. Sie ist nicht groß im Vergleich zu den Herausforderungen unserer Zeit. Sie wird keine Konflikte lösen und keine Ängste auf einen Schlag verschwinden lassen. Aber sie tut etwas, das in einer Demokratie von unschätzbarem Wert ist: Sie erinnert. Sie erklärt. Sie macht sichtbar. Und sie lädt zum Gespräch ein.“

Anschließend enthüllte er gemeinsam mit der Bezirksbürgermeisterin und Vorsitzenden der Gedenktafelkommission Dr. Cordelia Koch die Informationstafel unter musikalischer Begleitung der Musikschule Bela Bartok und dem Beifall der erschienen Gäste.

Wir danken dem Museum Pankow und allen Beteiligten sowie unseren Mitliedern, die sich für die Benennung des Ashkelon-Platzes und die Informationstafel eingesetzt und mit ihren Mitgliedsbeiträgen zur Finanzierung beigetragen haben.

Wir hoffen, dass der Ashkelon-Platz dauerhaft für alle sichtbar bezeugt, was uns mit Ashkelon verbindet: eine lebendige Erinnerung, eine verlässliche Solidarität und eine Freundschaft, die auch in schweren Zeiten Bestand hat.

Möge dieser Platz ein Ort der Erinnerung und der Hoffnung sein. Ein Ort, der uns daran erinnert, dass Freundschaft nicht an Stadtgrenzen endet. Ein Ort, der zeigt, dass Solidarität sichtbar werden kann.

Wir danken dem Museum Pankow und unserem Schatzmeister für die Fotos.

Ein Ort der Erinnerung und der Hoffnung

Nachfolgend dokumentieren wir die Rede unseres stellv. Vorsitzenden Oskar Lederer bei der Einweihung der Informationstafel auf dem Ashkelon-Platz am 27. Mai 2026:

Sehr geehrte Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde unserer Städtepartnerschaft, verehrte Gäste,

heute stehen wir an einem Ort, der auf den ersten Blick vielleicht einfach ein Platz ist. Ein Platz im Stadtbild, ein Platz, an dem man vorbeigeht, stehen bleibt, sich begegnet. Aber dieser Ort ist sehr viel mehr. Er ist ein Zeichen. Ein Zeichen der Erinnerung, der Verbundenheit und der Verantwortung. Und mit der neuen Schautafel wird dieses Zeichen sichtbar und begreifbar.

Für den Freundeskreis Pankow-Ashkelon ist deshalb heute ein ganz besonderer Moment. Seit 2020 haben wir uns dafür eingesetzt, dass dieser Platz den Namen unserer Partnerstadt Ashkelon trägt und dass diese Partnerschaft nicht nur in Urkunden, Archiven oder Festreden existiert, sondern mitten in unserem Bezirk sichtbar wird. Sichtbar im Alltag. Sichtbar für Anwohner*innen und für Besucher*innen. Sichtbar für junge Menschen, die vielleicht zum ersten Mal fragen: Wo liegt Ashkelon? Was verbindet uns mit dieser Stadt? Und warum ist diese Freundschaft für uns so wichtig?

Genau darin liegt der tiefe Sinn von Städtepartnerschaften. Sie sind weit mehr als offizielle Beziehungen zwischen Verwaltungen. Sie sind Brücken zwischen Menschen. Sie entstehen durch Begegnungen, durch Gespräche, durch Gastfreundschaft, durch gemeinsame Projekte, durch das ehrliche Interesse am Leben der Anderen. Eine Städtepartnerschaft sagt: Wir wollen einander kennenlernen. Wir wollen einander verstehen. Und wir wollen auch dann miteinander verbunden bleiben, wenn die Zeiten schwierig sind.

Das gilt in besonderer Weise für unsere Partnerschaft mit Ashkelon. Ashkelon ist eine Stadt am Mittelmeer, reich an Geschichte und zugleich von einer bedrückenden Gegenwart überschattet: der unmittelbaren Nähe zum Gazastreifen.

Diese Nähe hat für die Menschen dort in den vergangenen Jahren immer wieder bedeutet, unter Beschuss zu geraten. Für sie ist Bedrohung keine abstrakte Nachrichtensendung, sondern oft Alltag. Mit Sirenen zu leben, Schutzräume aufzusuchen, Angst um Angehörige und Freund*innen zu haben und Unsicherheit darüber, was der nächste Tag bringt – all das ist für uns kaum vorstellbar. Für die Menschen in Ashkelon ist es bittere Realität. Wenn wir heute diese Schautafel einweihen, dann ehren wir deshalb nicht nur eine Städtepartnerschaft. Wir senden auch eine Botschaft nach Ashkelon: Wir sehen euch. Wir vergessen euch nicht. Und wir stehen an eurer Seite.

Gerade in diesen Tagen ist das von besonderer Bedeutung. Denn Städtepartnerschaften zeigen ihren wahren Wert nicht in Zeiten, in denen alles leicht ist. Sie zeigen ihn dann, wenn Freundschaft Haltung verlangt. Wenn Solidarität nicht nur ein schönes Wort sein soll, sondern eine konkrete Entscheidung. Eine Entscheidung, sichtbar zu machen. Eine Entscheidung, nicht zu schweigen.

Dass wir die Bedeutung dieser Partnerschaft heute besonders hervorheben, hat einen weiteren, ernsten Grund: den rapide steigenden Antisemitismus. Dass Jüdinnen und Juden in unserem Land wieder Hass, Bedrohungen und Ausgrenzung erleben, darf uns niemals gleichgültig lassen. Auch hier in unserem Bezirk sehen wir es: judenfeindliche Parolen an Häusern, im Alltag, im öffentlichen Raum. Antisemitismus ist kein Randproblem. Er ist ein Angriff auf Menschenwürde, auf Freiheit, auf Demokratie und auf das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft.

Und deshalb sind wir alle gefragt. Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen ausgegrenzt oder angegriffen werden. Jetzt ist es Zeit Haltung zu zeigen. Ohne wenn und aber.

Wir müssen widersprechen – im Alltag, im Beruf, im Freundeskreis, in der Politik. Wir dürfen Antisemitismus nirgendwo dulden, auch nicht in den eigenen Reihen, auch nicht in der eigenen Partei.

Es ist unsere Pflicht, immer wieder deutlich gegen jeden Israelhass und antisemitische Hetze Stellung zu beziehen und den Schutz jüdischen Lebens zu gewährleisten.

Wer eine Städtepartnerschaft mit einer israelischen Stadt pflegt, übernimmt deshalb auch Verantwortung – Verantwortung, Haltung zu zeigen. Verantwortung, Widerspruch zu leisten, wenn Hass laut wird. Verantwortung, den Wert jüdischen Lebens und die Freundschaft zu Israel nicht nur zu beteuern, sondern im öffentlichen Raum sichtbar zu machen.

Genau das tut diese Schautafel. Sie ist nicht groß im Vergleich zu den Herausforderungen unserer Zeit. Sie wird keine Konflikte lösen und keine Ängste auf einen Schlag verschwinden lassen. Aber sie tut etwas, das in einer Demokratie von unschätzbarem Wert ist: Sie erinnert. Sie erklärt. Sie macht sichtbar. Und sie lädt zum Gespräch ein. Wer hier vorbeikommt, soll nicht nur einen Namen lesen, sondern eine Geschichte entdecken – die Geschichte einer Freundschaft über Grenzen hinweg, einer lebendigen Verbindung zwischen zwei Städten und eines gemeinsamen Willens, füreinander einzustehen. Eine Geschichte darüber, dass Ashkelon nicht irgendein ferner Ort ist. Ashkelon ist für uns eine Stadt, mit der uns Freundschaft, echte Verbundenheit und Verantwortung verbinden.

Mein besonderer Dank gilt deshalb allen, die sich mit Ausdauer, Überzeugungskraft und Herz für diesen Ort eingesetzt haben – in unserem Verein, in der Stadtgesellschaft, in der Politik und in der Verwaltung.

Solche Zeichen entstehen nicht von selbst. Sie entstehen, weil Menschen drangeblieben sind. Weil Menschen gesagt haben: Diese Partnerschaft ist wichtig. Sie verdient einen Platz. Sie verdient Sichtbarkeit. Und sie verdient unsere Stimme.

Lassen Sie uns deshalb diesen heutigen Tag nicht nur als feierliche Einweihung verstehen, sondern als Auftrag. Als Auftrag, diese Partnerschaft weiter mit Leben zu füllen. Als Auftrag, Begegnungen zu ermöglichen, Neugier zu wecken, junge Menschen einzubeziehen und die Geschichte unserer Partnerstadt weiterzuerzählen. Und als Auftrag, überall dort klar zu sein, wo Menschenfeindlichkeit, Antisemitismus und Gleichgültigkeit Raum gewinnen wollen.

Möge dieser Platz ein Ort der Erinnerung und der Hoffnung sein. Ein Ort, der uns daran erinnert, dass Freundschaft nicht an Stadtgrenzen endet. Ein Ort, der zeigt, dass Solidarität sichtbar werden kann. Und ein Ort, an dem wir immer wieder neu begreifen: Hinter dem Namen Ashkelon stehen Menschen, Familien, Hoffnungen und Geschichten. Gerade in schwierigen Zeiten ist es entscheidend, füreinander einzustehen. Möge dieser Platz dauerhaft für alle sichtbar bezeugen, was uns mit Ashkelon verbindet: eine lebendige Erinnerung, eine verlässliche Solidarität und eine Freundschaft, die auch in schweren Zeiten Bestand hat.

Ich danke Ihnen von Herzen, dass Sie heute hier sind und dieses Zeichen mit uns gemeinsam setzen.

Vielen Dank.

Pankow meets Ashkelon: We are connected.

Es ist wieder soweit: Der sportorientierte Jugendaustausch mit Jugendlichen aus Pankow und der israelischen Partnerstadt Ashkelon findet statt.

Unter dem Motto „We are connected“ werden noch sportbegeisterte Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren gesucht, die gemeinsam mit anderen Pankower Jugendlichen ein tolles Besuchsprogramm gestalten und den israelischen Jugendlichen aus Ashkelon ihre Stadt zeigen wollen. Schulenglischkenntnisse sollten vorhanden sein. 

Der Jugendsportaustausch wird vom SportJugendClub Prenzlauer Berg und dem Freundeskreis Berlin Pankow-Ashkelon veranstaltet und findet vom 18. bis 25. August in Berlin statt.

Treffpunkt ist der SportJugendClub, Kollwitzstraße 8.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Interessierte Jugendliche können sich bei Peter und Antonin melden: sjcprenzlauerberg@gsj-berlin.de  

Spendenaufruf für Ashkelon

Gemeinsam mit dem Bezirksamt Pankow bitten wir Sie um Ihre Hilfe für die Menschen in Ashkelon. Die Partnerstadt des Bezirks Pankow liegt an der israelischen Mittelmeerküste, etwa 10 Kilometer entfernt von der Grenze zum Gaza-Streifen.

Seit dem 7. Oktober wurden unzählige Raketen von der Terrororganisation Hamas auf die Stadt abgefeuert. Während es unterschiedliche Berichte über die Anzahl der Opfer gibt, so ist gesichert, dass dabei mehrere Wohnhäuser schwer beschädigt oder zerstört wurden.

Derzeit werden vor allem Matratzen und Kinderspielzeug für die Familien in den Schutzbunkern, sowie Schutzwesten, Helme und Generatoren benötigt. Um den betroffenen Familien schnell und unkompliziert Hilfe zukommen zu lassen, haben wir ein Spendenkonto eingerichtet:

Bezirkskasse Pankow
IBAN DE06 1005 0000 4163 6100 01
Verwendungszweck: 2333001452603

Von Sachspenden bitten wir dringend abzusehen.

Spendenbescheinigungen sind möglich. Die Überweisung einer Spende berechtigt nicht zu einer Gegenleistung. Um den tatsächlichen Bedarf zu treffen, stehen wir in engem Austausch mit der Kommunalverwaltung von Ashkelon.

Für Nachfragen wenden Sie sich gerne an info@pankow-ashkelon.org

Solidarität mit Ashkelon & Israel – stoppt die Hamas!

Seit den frühen Morgenstunden greift die islamistische Hamas Israel mit tausenden Raketen und terroristischen Milizen an. Derzeit wird von dutzenden Toten und hunderten verletzten israelischen Zivilist*innen, sowie Entführungen durch die Hamas berichtet. Besonders betroffen ist der Süden Israels. Dort, rund zehn Kilometer von der Grenze zu Gaza entfernt, liegt die Stadt Ashkelon, die seit 1994 Partnerstadt des Berliner Bezirks Pankow ist. Als Freundeskreis der Städtepartnerschaft Pankow-Ashkelon sind wir den Menschen dort ganz besonders verbunden. Wir verurteilen den grausamen kriegerischen Angriff der islamistischen Terrororganisation Hamas und stehen in Solidarität und tiefer Verbundenheit mit den Menschen in Israel.

Wir blicken mit großer Sorge nach Israel und unsere Partnerstadt Ashkelon, da sich derzeit eine Jugendgruppe aus Berlin-Pankow dort auf einer Austauschreise befindet. Vom Organisator der Reise, dem Sportjugendclub Prenzlauer Berg, gibt es zurzeit die Meldung, dass die Gruppe sich in Sicherheit befindet. Noch vor wenigen Wochen haben wir im Rahmen des Austauschprogramms eine Delegation israelischer Jugendlicher in Pankow begrüßt und mit ihnen gemeinsam den Shabbat gefeiert. Wir hoffen auf ein möglichst schnelles Zurückdrängen der Hamas aus Israel und eine sichere und schnelle Wiederkehr der Pankower Jugendlichen.

Wir sind Berliner*innen, die sich ehrenamtlich für einen intensiven Austausch zwischen Israel und Deutschland – insbesondere zwischen Ashkelon und Pankow – engagieren. Wir tun dies auch aus der tiefen Überzeugung heraus, dass eine enge Partnerschaft zwischen unseren beiden Staaten zum friedlichen Fortbestand Israels beiträgt. Wir rufen die Bundesregierung dazu auf, sich schnell und entschieden gegen den terroristischen Angriff der Hamas einzusetzen und fest an der Seite der Menschen in Israel zu stehen.

Der Vorstand des Freundeskreises Berlin-Pankow – Ashkelon e.V.

Pankow meets Ashkelon – Who was Lilli Henoch?

Unter diesem Motto waren Ende August 13 Jugendliche aus unserer Partnerstadt Ashkelon in Pankow zu Besuch. Der Sportjugendaustausch „Pankow meets Ashkelon“ musste pandemiebedingt mehrmals verschoben werden und fand nun endlich statt.

Im sportlichen Wettstreit mit Jugendlichen aus Pankow ging es dabei um den interkulturellen Austausch und das gemeinsame Kennenlernen, ganz im Sinne der erfolgreichen Leichtathletin Lilli Henoch, die 1942 durch die Nationalsozialisten ermordet wurde. Ihr zu Gedenken war ein Bestandteil des Austausches, der insbesondere durch den SportJugendClub Kolle realisiert wurde. Der Gegenbesuch in Ashkelon soll diesen Oktober erfolgen.

Als Erinnerung an den Aufenthalt und Austausch hat der Freundeskreis Pankow-Ashkelon jedem Jugendlichen aus Israel einen Berliner Bären geschenkt.

Jugendaustausch mit Pankows Partnerstadt Ashkelon
Jugendliche aus beiden Städten im SportJugendClub Kolle
Vize-Vorsitzende Annette und Schatzmeister Benjamin waren vor Ort dabei.
Unser Geschenk für die Jugendlichen aus Ashkelon.

artspring Berlin

artspring berlin ist eine Initiative von Künstlerinnen und Künstlern im Stadtbezirk Pankow in Berlin, die sich für die nachhaltige Verankerung Bildender Kunst einsetzt.

Als Erweiterung zu den lokalen Vernetzungsangeboten, plant artspring berlin einen internationalen Austausch mit Künstler*innen aus Pankow und den Partnerstädten Kolberg und Ashkelon.

artspring berlin sucht noch interessierte Kunstschaffende.

Für Details und Kontakt siehe diese PDFs:

Die Städtepartnerschaft sichtbar machen

Zur Feier von 25 Jahren Städtepartnerschaft mit Ashkelon entwickelte sich im Freundeskreis Berlin Pankow – Ashkelon zum ersten Mal die Idee, einen öffentlichen Ort in Pankow nach der Partnerstadt zu benennen. Bisher ist die erste Städtepartnerschaft einer ostdeutschen Kommune mit Israel im Straßenbild von Pankow kaum präsent und immer noch zu wenigen Einwohner*innen bekannt.

Mit der Benennung eines öffentlichen Ortes und der Anbringung von Informationen an den Rathäusern in Pankow und Weißensee und auf dem Bezirksamtsgelände Fröbelstraße könnte die langjährige Partnerschaft geehrt und zugleich sichtbar gemacht werden.

Nachdem wir diese Idee an den Kulturstadtrat und Bezirksbügermeister Sören Benn herangetragen hatten, reichte die Linksfraktion gemeinsam mit CDU und Grünen einen entsprechenden Antrag an die Bezirksverordnetenversammlung ein, der am 5. März einstimmig von der BVV beschlossen wurde.

Wir sprechen uns dafür aus, insbesondere den in Prenzlauer Berg gelegenen, bisher namenlosen Platz, auf dem sich der Wasserturm in Prenzlauer Berg und die Kita »Am Wasserturm« befinden, als »Ashkelonplatz« zu benennen. Dieser geschichtsträchtige Ort mit einer Gedenkwand an ein ehemaliges SS-Konzentrationslager wäre zudem prominent in der Nähe zur Synagoge Rykestraße und zum Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee gelegen.

Öffentlicher, bisher noch namenloser Platz vor dem Wasserturm in Prenzlauer Berg.
Copyright: Demetrius Chryssikos

Pankow meets Ashkelon

Sportorientierter Jugendaustausch mit Jugendlichen aus Pankow und Ashkelon

  • Du bist ein sportliches Mädchen oder ein sportlicher Junge (Fußball, Basketball, Volleyball, Judo, Fechten etc.).
  • Du hast Lust, auch andere Sportarten auszuprobieren.
  • Du hast Interesse an einer internationalen Begegnung mit israelischen Jugendlichen.
  • Du willst gemeinsam mit anderen Pankower Jugendlichen ein tolles Programm gestalten und den israelischen Partner*innen Deine Stadt zeigen.
  • Du kannst eventuell eine*n israelische*n Jugendliche*n zuhause beherbergen.
  • Du sprichst Englisch.
  • Du hast im August 2020 Zeit.
  • Du kannst im Oktober 2020 nach Israel fahren.
  • Dann sprich mit Deinen Eltern und melde Dich bis zum 15. März 2020 bei Peter/Antonin: 030/442 13 70 oder sjcprenzlauerberg@gsj-berlin.de

Daten

  • 2. bis 9. August 2020 in Berlin
  • 4. bis 11. Oktober 2020 in Ashkelon (Israel)
  • Vorbereitungswochenende in Berlin (Termin folgt)

Schirmherr

  • Sören Benn, Bezirksbürgermeister von Pankow
  • Ashkelon hat seit 1994 eine Städtepartnerschaft mit dem Bezirk Pankow.

Veranstalter

  • SJC Prenzlauer Berg
  • GSJ gGmbH
  • Freundeskreis Berlin Pankow–Ashkelon e.V.

Teilnehmer*innen

  • insgesamt 13 sportliche Mädchen und Jungen zwischen 14 und 17 Jahren (Fußball, Basketball, Volleyball, Judo, Fechten etc.) aus dem Bezirk Pankow

Homebase

  • SportJugendClub, Kollwitzstraße 8, 10405 Berlin

Kosten

  • Eigenbeteiligung für die Reise nach Ashkelon (Israel) 350 €

Ein Flyer mit diesen Informationen kann auf unserer Infomaterial-Seite als PDF heruntergeladen werden.

Besuch aus Ashkelon zur Feier von 25 Jahre Städtepartnerschaft

Anlässlich des 25. Jahrestags der Städtepartnerschaft mit Ashkelon weilte eine vierköpfige Delegation aus der israelischen Küstenstadt vom 5. bis 9. September in Berlin-Pankow, u. a. der stellv. Bürgermeister Doron Nakshari und Shimon Levy von der Stadtverwaltung.

Nach ihrer Ankunft wurden sie von Bezirksbürgermeister Sören Benn begrüßt und machten gemeinsam mit Vertreter*innen des Bezirksamts und des Freundeskreises einen Kiezspaziergang durch Prenzlauer Berg: Besuch des Kooperationspartners Kolle8 (Sportjugend Prenzlauer Berg) für „Pankow meets Ashkelon“, Synagoge Rykestraße, Kollwitzplatz und Kulturbrauerei. Abends gab es bei einem koscheren Menu im Hotel Myer’s einen Austausch mit dem Freundeskreis und am nächsten Morgen besuchten sie das soziale Projekt „Kulturmarkthalle“.

Anschließend gab es am Nachmittag des 6. September den Festakt im Rathaus Pankow zum 25-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaften mit Ashkelon und Kolobrzeg. Eingang betonte Sören Benn die Bedeutung der Partnerschaften und verdeutlichte seinen Wunsch der weiteren Vertiefung der Freundschaft und Zusammenarbeit. Danach sprachen u. a. Doron Nakshari für die Partnerstadt Ashkelon, der Weißenseer Künstler Micha Koch über den Kulturaustausch mit Ashkelon und Peter Wißmann von Kolle8 über den geplanten Sportaustausch mit Jugendlichen beider Städte. Für musikalische Stimmung sorgte der Goferberg Chor mit jiddischen und hebräischen Liedern.

Ines Koenen eröffnete zum Abschluss die vom Freundeskreis konzipierte und erstellte Wanderausstellung zu den einzelnen Stationen der langjährigen Partnerschaft mit Ashkelon. Neben Informationen über die Partnerstadt wird über die zahlreichen Begegnungen und Besuchsreisen zwischen Pankow und Ashkelon berichtet.

Am 7. September begann das traditionelle Fest an der Panke in Pankow und in seiner Eröffnungsrede stellte Sören Benn auch die Gäste aus Ashkelon und Kolobrzeg vor und warb für ein Engagement in den Freundeskreisen der beiden Partnerschaften bzw. den Besuch der beiden Küstenstädte. Nach einer Begrüßung der Festbesucher*innen durch die beiden Vertreter aus Ashkelon und Kolobrzeg besuchte die israelische Delegation noch die Kunstmeile und den dortigen Infostand des Freundeskreises. Eine gute Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen und gemeinsame Ideen zu entwickeln.

Am 8. September, dem letzten Tag des Besuchs, gab es morgens eine gemeinsame Bootsfahrt durch die historische Mitte und das Regierungsviertel Berlins mit beiden Delegationen und Vertreter*innen des Bezirksamts, der BVV und des Freundeskreises. Anschließend hatte der Freundeskreis auf Wunsch der israelischen Besucher*innen eine hebräischsprachige Stadtführung zu Brandenburger Tor, Max Liebermann Haus, Holocaust Mahnmal und Reichstagsgebäude organisiert und besuchte mit ihnen gemeinsam die Neue Synagoge – Centrum Judaicum. Zum Abschluss trafen wir uns mit ihnen und dem Bürgermeister wieder in Pankow, um die weitere Zusammenarbeit und erste konkrete Projekte für die Zukunft zu besprechen.

Es waren erlebnisreiche Tage mit berührenden Momenten, interessanten Gesprächen und vielen Anregungen für den weiteren Ausbau der Kontakte und Partnerschaft – wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch!

Flyer zur Wanderausstellung „25 Jahre Städtepartnerschaft Pankow – Ashkelon“

Rede von Ines Koenen zum Festakt und der Ausstellungseröffnung